Sonntag, 3. August 2008

Mama und Papa in Singapore + Rawa 15-19.05.08

Endlich ist es soweit. Meine Eltern wagen es nach Singapore zu kommen und meine Tourguide-Faehigkeiten unter die Lupe zu nehmen. Schon Wochen vorher habe ich alles genau geplant. Was und wo gehen wir essen? Welche Museen koennen wir uns sparen ... Nach einer email von Papa war klar ... Alle. Wer braucht denn Museen, wenn es einen Strand gibt. Aber nee, man fliegt keine 13 Stunden um dann in Singapore am Strand zu liegen. Also hab ich ein tolles Sightseeing Programm geplant. Der erste Tag war ruhig, da sie erst abend mit dem Flieger angekommen sind. Ich habe mir ja schon Gedanken gemacht, dass sie sehr kaputt seien werden und vielleicht auch noch rumnoergeln :-) Ach was, putzmunter waren sie und haetten am liebsten gleich ganz Singapore auf den Kopf gestellt. Nach der Paekchen Uebergabe mit deutscher Salami und Brot ... Hmmmmmm ... Sind wir erstmal typisch essen gegangen. Und zu meiner Zufriedenheit hat es allen super geschmeckt. Jaaaaaaa, der Einstieg war geschafft! Am naechsten Tag ging es gleich erstmal auf in den Botanischen Garten. Frauen lieben Blumen und die Natur. Maenner finden es langweilig. MeinPapa war da keine Ausnahme. Und vor allem war es ihm viiiiiiel zu heiss. Ich hab ihn noch nie so gluecklich gesehen in ein Einkaufszentrum zugehen. Denn dort wird die Klimaanlage soweit runter gedreht, dass selbst mein Papa sich wohl fuehlt. Bei einem kuehlen Bier meinte er nur: Ach, geht nur shoppen. Ich zahl auch. :-) Ich glaube in dem Moment hat sich meine Mama gewuenscht auch in Singapore zu wohnen! Nach einer kurzen Erholungspause ging es weiter zum Clarke Quay und dann an der Esplanade zum Seafood Essen. Jaja, wer mich kennt wird fragen: Seafood? Nadine??? Tja, was tut man nicht alles um seine Eltern gluecklich zu machen. Und zugegeben es war auch nicht schlecht. Nach demEssen sind wir noch mit dem Riesenrad gefahren. Der Singapore Flyer ist das groesste Riesenrad der Welt (Zumindest noch derzeit) und man hat einen tollen Ausblick auf ganz Singapore. So, der Tag war dann auch erfolgreich ueberstanden. Und weiter geht's zum Sightseeing am Tag 2. Nach einem typisch singapurischen Fruehstueck mit warmen Nudeln :-) ging es nach Sentosa zur Underwaterworld. Danach war ich ein wenig in der Zwickmuehle. Soll ich meinen Eltern wirklich Little India antun? Nicht, dass sie mich danach hassen :-) All diese ueberfuellten Plaetze mit lauter Indern! Ich persoenlich steh da ja gar nicht drauf. Aber gut, wenn wir Mustafa (Einkaufszentrum das 24 Stunden auf hat, und das jeden Tag, selbst anWeihnachten) auslassen wird es schon gehen. Aber nein, gerade da wollten sie unbedingt rein. Oh nein, eine Shoppingmall die voellig durcheinander ist und man Stunden braucht um sich durch die Massen an Indern durchzukaempfen, um wieder raus zu kommen. Habe ich bereits erwaehnt, dass einige Inder einen merkwuerdigen Geruch ausstroemen??? Ich war am Ende ... Und meine Eltern fanden es toll. Gott, irgendwas laeuft da schief. Aber sie waren voellig begeistert von dem Treiben dort. Alles ist bunt und laut. Am Ende war ich diejenige die voellig K.O. war undfroh war heim zu kommen. Nach einer Verschnaufpause ging es dann abendsnoch zur Nachtsafari, bei der es meinem Papa wieder viel zu heiss war.Viel lieber wollte er sofort in ein kleines Strassenrestaurant und wasessen. Ein boeser Blick von mir und der Satz: "Nun, komm schon, ihr seidnur einmal hier in Singapore" hat aber geholfen.Am Donnerstag hiess es dann ab nach Rawa und nun endlich den Urlaubgeniessen. Zu Rawa muss ich ja nun nichts mehr sagen. Nach 3 Eintraegenauf meiner Seite weiss nun schon jeder von welcher Insel die Rede ist.Das Paradies schlechthin. Auch meine Eltern waren begeistert und konntennun 9 Tage so richtig entspannen. Zusammen mit Birgitta bin ich auch 4Tage mit nach Rawa gefahren und wir haben den Arbeitsstress mal hinteruns gelassen. Und ich konnte mich von diesem anstrengenden Job alsSingapur-Reisefuehrer erholen.


Heijeijei ... Ich hoffe so schnell kommt kein Besuch mehr. Nach neun Tagen auf Rawa hatten meine Eltern noch eine Nacht in Singapore. Sie sind nachmittags von Rawa wieder angekommen und wir waren noch lecker Balinesisch essen.
Den letzten Tag sind wir noch durch Chinatown gelaufen, was ihnen auch super gefallen hat und haben ganz in Ruhe den Tag ausklingen lassen. Am letzten Abend vor dem Abflug konnten sie sich selbst aussuchen wo sie essen gehen wollten. "Oh wir wollen in das Strassenrestaurant. Das mit den Plastikstuehlen direkt an der Strasse. Da ist es so schoen laut und man bekommt viel mit" :-) Ja, ich kann sagen, meine Eltern haben sich schon gut in Singapore eingelebt. Und ich hoffe sie kommen mich auch bald wieder besuchen.

Tauchen auf Pulau Dayang, 28-30.03.08


Kaum von Bali zurueck hiess es schon wieder den naechsten Trip planen. Also dieser Freizeitstress immer :-) Ich hatte mich ja entschlossen meinen Rescue Diver Tauchschein zu machen und auf Dayang sollten nun die Tauchgaenge stattfinden. Ein klein wenig Bammel hatte ich schon, denn der Rescue Course ist nicht ganz so einfach. Schliesslich will man ja am Ende Leben retten und das nehme ich schon sehr ernst. Eigentlich hatte ich ganz normale Tauchgaenge und am Ende wurde ein Szenario gestellt. Entweder ein panischer oder bewusstloser Taucher, den ich dann abschleppen und auf dem Bootwiederbeleben muss. Oder ein verloren gegangener Taucher. Ganz vielverschiedenes. Eigentlich ging alles sehr gut. Nur mein erstes Opfer ist quasi gestorben, weil ich einfach zu schwach bin ne Boje zu werfen. Oje, Oje. Ich glaub mein Tauchlehrer hat an mir gezweifelt. :-) Jetzt habe ich auf jeden Fall tierischen Muskelkater. Haette nie gedacht, dass Retten so anstrengend sein kann :-)
Viel mehr gibt's eigentlich auch nicht zu Dayang zu sagen. Ich war ja nun schon das dritte Mal dort. Dayang ist nichts im Vergleich zu Bali oder den Philippinen, aber die Insel ist halt sehr gut per Bus und Boot zu erreichen und eignet sich somit gut fuer einen Wochenendtrip. Da wir allein von Siemens 10 Leute waren, die mit nach Dayang gefahren sind, war es aber ein sehr witziger Trip. Aber nun bin ich froh erstmal ein paar Wochenden ganz entspannt in Singapore zu verbringen :-)

Ashar and me :-)

Didi und der Versuch die Boje zu werfen

Bali, 20-23.03.08

Bali, das Surferparadies und Didi mittendrin. Hui, das versprichtaufregend zu werden :-)
Los ging es Donnerstag abend direkt nach der Arbeit. Den Flug hab ich schon Ende November gebucht, da an Feiertagen (Ostern) die Fluege immer extrem teuer sind. Mit meinen 3 Maedels im Gepaeck ging es dann um 19Uhr los Richtung Bali. Dort angekommen haben wir uns gleich mal auf die Suche nach unserem Hotel begeben. Der verheissungsvolle Name 'White Rose' hat uns auf einiges hoffen lassen. Und tatsaechlich. Fuer einenPreis von 50 Euro fuer 3 Naechte war es wirklich super. Und absolut zentral gelegen. Zur Partymeile keine 5 Minuten entfernt und mit eigenem schoenenGarten und Pool. Am ersten Abend war bei mir allerdings nur Schlafen angesagt, da ich fuer Freitag einen Tauchtrip geplant habe und schon um 6.30 Uhr aus demBett geschmissen wurde. Tauchen auf Bali ist absolut klasse. Ich habe nicht unbedingt viele aufregende Fische entdeckt aber die Korallen sind dort noch sehr gut erhalten und die Unterwasserwelt ist sehr farbenfroh. Bali ist zwar das mit Abstand teuerste Tauchgebiet im Umkreis, aber es lohnt sich auch. Und jeweils 2 Schueler hatten einen Dive Master. Ein sehr gutes Verhaeltnis also. Ach jaaaaaaa, ich konnte ja auf Bali meinen neuen unglaublich sexy Tauchanzug testen :-). Hach, da ist ein Minirock nix dagegen!!! Waehrend ich tauchen war, haben die anderen ne Sightseeing Tour gemacht.Bali soll landschaftlich ganz toll sein und ich muss auf jeden Fall noch einmal hinfliegen und das selbst noch erkundschaften. Abends sind wir dann alle lecker essen gegangen und waren ein "wenig"shoppen. Der naechste Tag war komplett zur Erholung gedacht. Erst lecker fruehstuecken und dann den ganzen Tag faul in der Sonne liegen. Bis zum Mittag waren wir erst am Strand. Die anderen fanden es da nicht ganz so toll. Ich muss schon zugeben, die Straende auf Bali sind nicht wirklich schoen. Nichts im Vergleich zu Malaysia. Aber hey, da waren sexy Surfer soweit das Auge reicht!!! Also dafuer lohnt es sich ja allemal :-) AmNachmittag sind wir dann noch faul am Pool gelegen und haben uns nen schoenen Sonnenbrand eingefangen. Nach einem leckeren Essen haben wir nun Samstag endlich mal die Chance genutzt das Nachtleben ein wenig kennen zu lernen. Es sind schon vieleTouristen, besonders am Kuta Beach unterwegs, aber trotzdem sieht man auch sehr viele locals. Das fand ich so toll an Bali. Man kommt schnell mit den Einheimischen in Kontakt. Bis 5 Uhr morgens war ich dann auch noch mit nem Indonesier unterwegs und hab das Nachtleben erkundet. Dementsprechend fiel am naechsten Tag auch das Fruehstueck aus :-) Und leider hat es auch den kompletten Sonntag durch geregnet. Aber das war ueberhaupt nicht schlimm. So konnten wir unseren Sonnenbrand schonen und haben uns eine Massage gegoennt. Hmm, ... fantastisch. Am liebsten waere ich noch ein paar Tage laenger auf Bali geblieben. Aber leider hat die Arbeit schon wieder gerufen und es hiess Bye Bye. Aber ich werde defintiv noch einmal nach Bali fliegen.

Donnerstag, 13. März 2008

Richtigstellung - Sipadan

Eieiei, nun hab ich doch glatt von der Birgitta eins auf den Deckel bekommen. Ich wuerde ihren Ruf ruinieren. Also Birgitta: welchen denn? Wir haben doch keine Freunde. Ausser die Krabben natuerlich. Ach nee, das waren meine Freunde. Deine sind die Nemos.

Also nun noch mal richtig gestellt: Wir haben auf Sipadan gewohnt wie die ... wie war das nochmal Birgitta? DIE MALYAISCHEN SEEZIGEUNER!
Also ist das nicht ungefaehr das gleiche wie die zigeunischen Seefahrer???? Ach das kommt davon, wenn ich der Birgitta nie richtig zuhoere.
Auf jeden Fall war das ein ganz grossartiger Urlaub :-)

Dienstag, 12. Februar 2008

Tauchen auf Sipadan/Kapalai (Borneo), 05-11 Feb


Nach einiger Zeit ohne Reisen stand nun endlich wieder ein kleiner Urlaub an.
Birgitta und ich haben die 2 Feiertage an Chinese New Year genutzt und sind nach Sipadan zum Tauchen gefahren. Insgesamt 6 Tage und 5 Nächte. Sipadan ist eine Insel die zum Malaysischen Teil von Borneo gehört. Allerdings haben wir nicht direkt auf der Insel gewohnt, sondern auf Kapalai. Das ist ein, auf einer Sandbank mitten im Meer, gebautes Resort. Birgitta würde nun sagen "wir haben gewohnt wie die zigeunischen Seefahrer" :-) Aber nun mal von Anfang an.Am Dienstag abend ging es nach der Arbeit erstmal mit dem Flieger nach Kuala Lumpur. Dort stand uns ein 7 stündiger Aufenthalt bevor, da der Flieger nach Tawau erst morgens um 7 Uhr ging. Nach vergeblichen Versuchen uns die Zeit mit Karten spielen zu verbringen und die Speisekarte von MC Donalds hoch und runter zu bestellen, haben wir uns ein lauschiges Plätzchen in der Wartehalle neben dem Geldautomaten gesucht. Ein Sicherheitsbeamter hat uns jedoch unsanft aus den Träumen gerissen und meinte wir können hier nicht schlafen und sollen zum anderen Teil des Raumes gehen. Mürrisch mussten wir uns nun also einen neuen Schlafplatz suchen. Nach ein paar weniger erholsamen Stunden auf dem Flughafenboden (ich danke Birgitta für ihre Kuscheldecke!!!) waren wir dem Sicherheitsbeamten überaus dankbar. Denn unserer vorheriger Schlafplatz war war übersaet mit wartenden Personen, die sich alle am Check-in Schalter angestellt haben.
Um sieben Uhr hieß es dann endlich "auf in den nächsten Flieger". Wir sind also von KL direkt nach Tawau geflogen, wo wir von der Reiseagentur schon empfangen wurden. Ein netter junger Mann hat uns abgeholt, der mit stolz geschwellter Brust mit uns zwei jungen Blondinen durch die Menschenmassen stolziert ist und seine wartenden Kollegen mal so richtig alt aussehen hat lassen. :-)
Nach einer einstündigen Fahrt sind wir dann in Semporna angekommen. Dank der perfekten Organisation konnten wir auch gleich mit der Fähre nach Kapalai übersetzen. Noch die einstündige Bootsfahrt und wir sind am Ziel unserer Träume angelangt.
Wir wurden gleich erstmal mit einem Willkommenscocktail begrüßt. Schon hier waren Birgitta und ich uns einig "Selbst wenn wir auf der Stelle zurück fahren müssten, hat sich alles Geld was wir bezahlt haben schon gelohnt" Als uns dann einer dieser knackigen jungen Tauchlehrer begrüsst und uns eine kleine Einführung gegeben hat, dachten wir, wir müssten nun für unser Glück sogar noch extra Geld drauf legen :-) Er hat uns bisle was zum Resort gesagt und meinte dann jedes Zimmer hat einen Emergency Button. Biiiiitttteee? Birgitta und ich haben uns nur verwirrt angeschaut. Wir sollen doch bitte nicht damit rumspielen, denn 5 Minuten später steht das komplette Militär mit Waffen vor uns. :-((( Man muss dazu sagen, dass es vor einigen Jahren einen Kidnapping Fall gab. Auf Sipadan sind 20 Touristen (darunter auch Deutsche) von den Abu Sayyaf-Mitgliedern gekidnapped wurden. Auch so gibt es in dieser gegen noch viele Piraten. Daher sind nun unglaublich viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Aber wir haben uns zu keine Zeit unsicher gefühlt. Auch wenn man ab und an das Militär mit Waffen gesehen hat. War ja für uns kein schlechter Anblick... Besonders wenn sie, um sich fit zu halten, nach ihrer Schicht immer auf den Stegen gejoggt sind :-) Da haben wir uns immer besonders viel Zeit gelassen um in unsere Hütte zu kommen.
Kapalai ist einfach ein traumhafter Ort. Das Resort ist auf einer Sandbank ins Meer gebaut und nirgends mit Festland verbunden. Wo man auch hinschaut, man sieht nur glasklares Meer. Es gibt insgesamt auch nur 50 Hütten, die alle auf Stelzen ins Wasser gebaut sind. Jede Hütte ist unglaublich grosszügig eingerichtet und hat eine Terasse von der man quasi direkt ins Wasser hüpfen kann. Das Bad war auch ganz toll. Riesen groß. Mit einer Dusche und einer Badewanne. Birgitta und ich konnten also synchron duschen.:-) Ich hab mir gleich die Badewanne unter den Nagel gerissen. Denn die war direkt am großen offenen Fenster gelegen und unter sich hatte man glasklares Meerwasser. Das muss das Paradies sein.
An dem Tag unserer Ankunft hatten wir unseren ersten Orientation dive. Der war auch schon toll. Am Hausriff liegen einige Wracks und die Fischwelt ist einfach beeindruckend. Den ersten Abend haben wir dann ruhig ausklingen lassen und sind von der anstrengenden Reise auch schon früh ins Bett gegangen. Die nächsten 4 Tage bestanden dann aus Tauchen, essen, Tauchen, essen, Sonnen und wieder tauchen. Und ganz genau in dieser Reihenfolge. Und die Organisation war einfach toll. Man musste nur in seinen Tauchanzug schlüpfen und alles andere wurde vorbereitet. Den ersten Tag haben wir morgens um neun mit dem ersten Tauchgang begonnen und abends um 8 mit dem Nachttauchgang aufgehört. Aber komischerweise war es gar nicht anstrengend sondern einfach nur toll. Am zweiten Tag sind wir schon zum 5:30 Uhr morgens Tauchgang aufgestanden. Jaaa, ganz genau: in unserem Urlaub sind wir schon so früh aufgestanden. Aber es war gut. Denn so waren wir schon vor dem Mittag essen mit 3 Tauchgängen fertig und konnten uns nachmittags in der Sonne bruzeln lassen.

Eigentlich hatten wir das an unserem dritten Tauchtag auch vor. Doch müde wie Birgitta war hat sie den Alarm ihres Handys einfach ausgeschaltet. Ich wurde dann unsanft vom Klopfen eines jungen Mannes an unserer Tür geweckt. Er meinte es ist schon 5:30 Uhr und alle warten auf uns. Oh nee ... Ruckzuck hab ich mir den Bikini angezogen und bin zur Tauchschule gerannt. Birgitta war das alles ein wenig zu stressig und meinte sie kommt dann erst zum dritten Tauchgang mit.


Mein letzter Tauchgang war der Sunset dive. Wirklich sehr schön. Da wir am Abend vorher schon sehr früh ins Bett gegangen sind, hab ich Birgitta gezwungen diesmal ein wenig länger wach zu bleiben. Und wie der Zufall so will haben uns ein paar Dive Master gefragt, ob wir mit ihnen noch was trinken. Naja, das ging dann so bis morgens um drei :-) Somit war der 5:30 Uhr Tauchgang am nächsten Tag erstmal gecancelt und wir haben uns gleich erst für den um neun Uhr eingetragen.
Leider konnte Birgitta am nächsten Tag nicht mit Tauchen, da sie Ohrenprobleme hatte. Brav wie ich bin, hab ich aber alle 3 Tauchgaenge absolviert :-) Insgesamt hab ich in den 4 Tagen knapp 15 Tauchgänge gemacht. Und es war aber nie anstrengend, was ich erst befürchtet hatte. Sondern einfach nur atemberaubend. Ich habe so viele tolle Fische gesehen. Und endlich auch Haie. Bestimmt 15 Haie in den paar Tagen. Und auch ganz viele Schildkröten. Einfach fantastisch. An unserem letzten Abend saßen wir wieder mit den Tauchlehrern zusammen und haben was getrunken. So schade, dass der Urlaub schon wieder vorbei war. Aber ich bin mir ganz sicher, dass ich nochmal zum Tauchen nach Sipadan fahren werde. Es ist zwar relativ teuer aber jeder Cent ist gut angelegt.

Das war einer der tollsten Urlaube die ich je hatte.

Freitag, 30. November 2007

Tauchen in Dayang

So, nun kommt mal wieder ein kleiner Bericht von mir. Eigentlich gibt es gar nicht soooo viel zu schreiben, da das Wochenende auf Dayang ein reines Tauchwochenende war.

Wir sind Freitagsabends direkt nach der Arbeit los gefahren. Wie immer in Malaysia hatten wir
Michael Schuhmacher als Fahrer. Jedesmal bei einer Fahrt in Malaysia sehe ich schon die Schlagzeile vor mir "5 Deutsche bei Autounfall ums Leben gekommen. Todesursache: Überhoehte Geschwindigkeit" Also das ist ja eigentlich echt nicht witzig. Aber die rasen immer wie die Verrückten. Man traut sich gar nicht dem Fahrer zu sagen, dass er langsamer fahren soll aus Angst ihn ablenken zu können.
Naja, aber wir sind heil in Mersing angekommen. In Mersing mussten wir erstmal auf das Boot warten. Da Kenny seine Gitarre dabei hatte war es ganz ok. Und ich habe meinen neuen Tauchcomputer erklärt bekommen, den ich paar Tage vorher gekauft hatte. Huuuiiii, Nadinchen kann nicht mal mit ner normalen Uhr umgehen und dann noch ein Computer ums Handgelenk??? Aber ich bin ja lernfähig und hab das alles auf die Reihe bekommen. Vor lauter Freude und Neugier und ständigen Blicken auf meinen Tauchcomputer musste ich unter Wasser nur aufpassen nicht gegen nen Felsen zu knallen!!

Um fünf Uhr morgens sind wir dann endlich auf Dayang angekommen. Dann wollten die uns erstmal die Gegend grob erklären ... Hmm???!!!! Sagt mir einfach den schnellsten Weg zum Bett. Alles andere hat bis morgen Zeit!
Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht oder besser ein paar Stunden im 12er Zimmer ... jaaaaa, wir hatten ein 12er Zimmer!!! :-( ... hieß es dann schnell frühstücken und auf zum ersten Tauchgang. Also das ganze fertig machen des Equipments und das Anziehen dieses unglaublich engen Tauchanzugs nerven mich immer unheimlich. Aber sobald ich dann ins Wasser springe, fühle ich mich wie in einer anderen Welt. An Land ist die Sauerstoffflasche relativ schwer und unter Wasser spührt man das ja nicht. Tauchen ist wirklich fantastisch. Man sieht die Fische wie beim Schnorcheln nicht nur von unten sondern schwimmt direkt zwischen ihnen hindurch. Man hat das Gefühl fuer eine kurze Zeit in ihrer Welt zu leben. Einfach fantastisch. Mein Tauchbuddy hat glücklicherweise auch ne Kamera dabei gehabt. Daher auch die schönen Fotos ...
Nudibranch

Stingray

Octopus

Reef Coral with fish




Cuttlefish

Nach 3 Tauchgängen am ersten Tag hieß es dann fuer mich auch noch: Nachttauchgang. Es ist schon sehr anstrengend 4 Tauchgänge am Tag zu machen. Und jeder einzeln ging immer ungefähr eine Stunde. Das schlaucht schon. Aber ich wollte eben die Zeit so gut wie es ging ausnutzen. Und nachts sieht man einfach ganz andere Fische wie tagsüber. Nachts sieht man viele Krabben und ähnliches.

Einfach grandios. Und je öfter man taucht desto mehr Spass macht es. Man wird halt auch sicherer.

Völlig K.O. hiess es dann nur noch Abendessen und ab ins Bett. Denn am nächsten tag hieß es schon wieder um sechs aufstehen. Habe ich gesagt, dass tauchen Spass macht????? Nöööööööö.

Nach 2 weiteren Tauchgängen ging es leider auch schon wieder zurück nach Singapore. Schnell geduscht und noch mittag gegessen auf Dayang und dann mussten wir auch schon unser Boot kriegen. So ein Tauchwochenende ist schon immer sehr anstrengend, da es auch mit langen Fahrzeiten verbunden ist. Aber wenn man erstmal im Wasser ist und die tollen Fische sieht, dass fühlt man sich nur noch super wohl und nimmt alles andere in Kauf.

SIEMENS Teambuilding auf den Philippinen
2 Wochen später war ich auch schon wieder tauchen. Allerdings gibt es hier keine Bilder dazu. Wir hatten unser Teambuilding-Wochenende von Siemens auf den Philippinen. Jaaaa, schon zum 3 Mal war ich nun auch den Philippinen. Aber es ist auch immer wieder toll. Wir sind Freitags morgens los geflogen. Da wir knapp 50 Leute in der Abteilung sind, mussten wir 2 Flieger nehmen. Die 2. Gruppe ist dann erst am Samstag los geflogen. Nach der Ankunft waren wir erstmal lecker essen und auf dem Nighmarket. Der Nightmarket war nicht so der Hit und unsere Männer hat es gleich erstmal in ne Bar gezogen. Danach haben wir uns vorm Schlafengehen auch noch ne Massage gegönnt.
Am zweiten Tag bin ich mit einem Kollegen tauchen gegangen. Wenn man schon mal auf den Philippinen ist und Siemens den Flug zahlt, dann muss man das auch ausnutzen :-) Wir waren dann den ganzen Tag auf dem Boot und hatten 3 Tauchgänge. Die waren einfach spitzenklasse. 10 Mal besser wie in Malaysia. Nicht unbedingt von den Fischen selber, aber man sieht einfach viel mehr Fische. Und auch viel groesser. Oh, das war einfach klasse. Die Philippinen sind wirklich ein Tauchparadies.

Der nächste Tauchurlaub ist nun erst wieder im Februar geplant. Nach Sipadan. Das gehört zu Borneo und gehört auch zu den schönsten Plätzen weltweit. Die Touristenzahl auf Sipadan ist begrenzt, da sie die Insel schützen wollen und ab einer bestimmten Anzahl niemanden mehr dahin lassen. Wir werden dann 6 Tage dort sein und wohnen in Holzhütten die direkt auf einer Sandbank im Meer gebaut sind. D.h. man kann direkt vom Balkon ins Wasser springen und quasi lostauchen. Ist auch nicht so ganz billig das Vergnuegen, aber das muss man sich einfach ab und an gönnen. Nun bring ich mal den weisen Spruch einer Freundin an: "Das Leben ist keine Generalprobe"

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Rawa - ein kleines Stückchen Paradies

Am Wochenende hieß es nach knapp 8 Monaten wieder: Ab nach Rawa.

Nach stressigen Wochen auf Arbeit stand einzig und allein relaxen auf dem Programm. Keine Hektik, kaum Menschen, Sonne und Meer. Die einzige sportliche Betätigung and dem Wochenende war der Gang zum Buffet. Ach nein ... Birgitta konnte mich zum Tischtennis spielen überreden. Aber nur für 10 Minuten, denn erst dann war das Essen fertig :-)

Was soll ich zu Rawa sagen?? Eine einsame Insel mit traumhaftem Strand. Ich denke die Bilder sprechen für sich. Viel Spaß ...

Montag, 13. August 2007

Tauchen auf Cebu (Philippinen)

Am Mittwoch hieß es nach längerer Zeit mal wieder: Ab in den Süden. Gut, die Philippinen liegen nördlich von Singapore. Aber so genau nehmen wir das ja nicht. Am Donnerstag war bei uns Feiertag (National Day). Nach Angabe der Daheimgebliebenen habe ich da auch nichts verpasst. Wir haben uns dann auch noch den Freitag freigenommen und hatten somit ein verlängertes Wochenende. Diesmal waren Birgitta, Anne und Tina mit von der Partie. Also ein reiner Frauenurlaub. Und das auf den Philippinen ... welch ein Spass. Wir waren auch alle wieder unglaublich "beautyful" und wurden des öfteren gefragt, ob wir denn schon vergeben seien :-)

Um vier Uhr morgens sind wir nach einem 3.5 Stunden Katatrophenflug dann auf Cebu gelandet. Der Flug war unglaublich unruhig und ich bin froh, dass Anne, unser kleiner Flug-Angsthase das überlebt hat. Zum Glück war unser Hotel ... naja, vielleicht sollte ich eher Baustelle sagen ... nicht weit vom Flughafen entfernt. Es war nun nicht das Traumhotel mit Strandlage. Aber das war überhaupt nicht schlimm. Tina und ich waren eh den ganzen Tag tauchen und die anderen beiden Mädels sind auf ne Insel gefahren. Wie auch schon bei meinem ersten Philippinen Urlaub muss ich sagen: einfach traumhaft. Das Wasser ist glasklar, die Menschen unglaublich nett und erst die Mango Shakes ... :-)

Gleich am ersten Morgen ging es nach 2 Stunden Schlaf zum ersten Tauchgang. Da im Moment Regenzeit ist, war nicht viel los und es war sowohl auf dem Boot, wie auch im Wasser sehr ruhig. Ich hatte am Anfang auch schon Angst, dass es nur regnet, aber wir hatten jeden Tag strahlenden Sonnenschein und haben nicht einen Tropfen abbekommen. ... wenn Engel reisen :-)
Am ersten Tag hatten wir 3 Tauchgänge. Einer schöner als der andere. Völlig erledigt sind wir dann abends zum Essen in die Stadt gefahren. Das Genie von Taxifahrer hatte natürlich überhaupt keine Ahnung und nach verzweifeltem Suchen haben wir uns einfach vor irgendeinem Restaurant absetzen lassen. Die haben geradezu auf uns gewartet. Besonders das grosse Buffet. :-)
Super lecker das Essen. Und ob ihr's glaubt oder nicht ... danach sind wir schnurstracks ins Resort und ins Bettchen gegangen. Oh Sorry, einen Absacker gab's noch im Resort. Aber der zählt ja nicht :-)
Am nächsten Morgen hieß es schon wieder früh aufstehen. Oh Mann, die Urlaube arten immer richtig in Stress aus.
Diesmal habe ich die Wahl unseres Tauchtrips getroffen. Tingo Shark Point! Oh Mann, die haben auf ihrer Homepage versprochen man sieht Haie. Das hab ich ja schon oft gehört. So langsam glaube ich auch meinem Papa, wenn er sagt: Die Werbung lügt, mein Kind :-) Aber ich wollte ihnen doch nochmal eine Chance geben.
Ich wusste schon, dass wenn man Haie dort sehen will, dann erst in 40m Tiefe. Da ich den Advanced Open Water Schein habe, kann ich ja auch so tief gehen. Aus diesem Grund hab ich den Trip ja gebucht. Zum Glück hab ich unseren Tauchlehrer nochmal gefragt wie's denn so abläuft. ... Wie? Wir gehen nur auf 20 Meter? Nee Junge nicht mit mir! Ich hab das volle Programm gebucht und lass mich doch nicht mit bunten Korallen abspeisen. Ich hab das Treffen mit dem Hai gebucht. Da Tina und ich alleine waren an dem Tag, musste er extra noch ne andere Lehrerin besorgen, die dann mit Tina auf 20 Meter Tiefe geht. Na und ... mir egal. In der Sache bin ich keinerlei Kompromisse eingegangen.

Wir sind auf 42 Meter Tiefe getaucht und haben vor einer Höhle gewartet. Hmm, nichts :-( Und dann hab ich ihn gesehen ... den grossen Weißen. Er war bestimmt 3 Meter gross. Er ist mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf mich zugeschwommen und ich konnte in seine schwarzen Augen schauen. Durch sein halb geöffnetes Maul konnte ich seine spitzen Zähne sehen. Und dann ungefähr einen Meter vor mir ist er noch abgedreht. Unglaublich...
Na gut, also ... er war ungefähr einen Meter gross, ist in zehn Meter Entfernung schnell an uns vorbei gehuscht, weil er wahrscheinlich mehr Angst vor uns hatte als wir vor ihm und aller Wahrscheinlichkeit nach war er ungefährlich.
Aber Hey, ich hab nen Hai gesehen. Hat ja auch niemand behauptet, dass das Schmusetiere sind und ich sie unbedingt anfassen will :-)
Mit stolz geschwellter Brust bin ich aus dem Wasser und hab jedem von meinem Haierlebnis erzählt. Bin übrigens immernoch am erzählen :-)) Ich arbeite mich nun langsam vor und mein Ziel ist das Great Barrier Reef in Australien.

Bei dem Tagesausflug waren nur 2 Tauchgänge dabei. War aber genau richtig. Die Zeit zwischen den Tauchgängen haben wir uns auf dem Boot vertrieben. Ohne eincremen ... Sonnenbrand lässt grüßen. Aber hey, kann ja auch niemand ahnen, dass man mitten auf dem Meer, zur Mittagszeit bei zwei Stunden praller Sonne einen Sonnenbrand bekommt!! :-)
Gegen Nachmittag waren wir zurück und wollten noch gemütlich bei nem Shake den Tag ausklingen lassen. Ich glaube ja Tina hätte gern noch irgendwas gemacht. Sie hat den Barmann gefragt was es denn so zu sehen gibt in Cebu. Hmm, nicht viel war seine Aussage. Nen Monument in der Stadt. Also nee, bei aller Liebe. Ich fahr da bestimmt nicht rein um mir nen Monument anzuschauen. Also gab es sechs Stunden lang Mango Shakes und Essen. So stelle ich mir doch meinen Traumurlaub vor :-)

Da wir aufgrund des Fluges am Samstag nicht mehr tauchen gehen konnten haben wir uns nen halben Tag einen Katamaran gemietet der uns auf eine Insel gebracht hat. Alle anderen haben sich auf so nem Teil zusammengequetscht und wir haben einen für uns alleine gemietet. Wie dekadent ... Habe ich erwähnt, dass wir 4 philippinische Maenner mit an Bord hatten? :-) Heijajei, das war deren Glückstag. Fast wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.

Es gab nicht wirklich einen Sandstrand auf der Insel, aber das Wasser war super und hat für alles entschädigt. Nachdem die Touristengruppe von Koreanern auch endlich wieder gegangen war, wurde es richtig idyllisch. Hätte grad noch einen Tag länger bleiben können. Aber ich werde auf jeden Fall nochmal irgendwann auf die Philippinen fliegen. Einfach traumhaft dort

Montag, 25. Juni 2007

Borneo (Sarawak) - Auf den Spuren der Kopfjäger

Am Wochenende hieß es seit langem mal wieder: Rucksack packen und ab die Post. Diesmal haben Katja und ich uns Borneo ausgesucht.
Borneo ist eine Insel westlich von Singapore und die politisch auf drei Staaten aufgeteilt ist: Im Norden liegen die beiden Provinzen Sabah und Sarawak, die zu Malaysia gehören sowie das Sultanat Brunei; der größere Südteil gehört zu Indonesien.
Wir sind in die Provinz Sarawak, genauer gesagt nach Kuching geflogen.

Aber nun mal von vorn. Der Wecker hat am Samstag Nacht um halb drei geklingelt. Bei mir Morgenmuffel ist das eine denkbar ungünstige Zeit, aber was soll ich machen? Die Fluggesellschaft ließ nicht mit sich verhandeln.

Von Singapore aus haben wir ein Taxi direkt nach Johor Bahru in Malaysia genommen. Um sieben Uhr morgens ging dann der Flieger nach Kuching. Gebucht haben wir über Borneo Fairyland und Paul unser Guide hat schon am Flughafen auf uns gewartet. Und man muss sagen ... für einen Malaien war er ganz ansehnlich :-)

Sofort ging es zur Orang Utan Aufzuchtstation, da diese nur täglich 1.5 Stunden geöffnet hat. Das war mein persönliches Highlight. Man konnte die Orang Utans hautnah erleben. Es war ganz toll und sehr beeindruckend. Unglaublich wie ähnlich Affen uns doch sind ... mal abgesehen davon, dass wir nicht von Baum zu Baum schwingen. An Ritchie, den größten von allen, sind wir z.b. bis zu zwei Meter heran gekommen. Teilweise auch ganz schön gefährlich muss ich zugeben. Wenn er sich dann mal in Bewegung setzt, bekommt man es doch ein wenig mit der Angst zu tun.

Ja, genau … da vorn läuft Ritchie!!!!!!!

Nach etlichen Fotos hieß es erstmal 4 Stunden Auto fahren. Wir haben aber 2 mal auf Märkten und zum Mittagessen gehalten. Da hat uns Paul erst mal ein paar Malaiische Wörter beigebracht. Leider konnten wir uns nur eines merken. Das war aber auch mit Abstand das bedeutendste ... und zwar: "es schmeckt gut". Bei jedem Essen konnten wir das hervorbringen und ernteten ein freudiges Lachen!!!
Auf dem Markt konnten wir auch von einigen Früchten probieren. Die Snake Fruit schmeckt fantastisch. Eine Mischung aus süß und sauer. Allerdings aufpassen: Es gibt eine ganz ähnliche Frucht. Wir haben uns noch gewundert warum Paul unbedingt von uns beiden ein Bild machen wollte, als wir hinein beißen. Schaut euch das Bild an ... das sagt alles. sauer, sauer, sauer.

Angekommen in Bandar Sri Aman hieß es erstmal umsteigen in ein Boot. Wobei Boot hier zuviel gesagt ist. In einem kleinen Holzkanu ging es durch den Regenwald. Nach mehrmaligem Nachfragen, ob es auch wirklich keine Krokodile gibt, konnte ich auch in Ruhe die unglaubliche Natur genießen. Die schöne Bootstour führt uns zum Longhouse der Iban, das auf Pfählen am Fluss in den Urwald hinein gebaut ist.


Nach einer halben Stunde sind wir auch schon angekommen. Die Iban waren früher als die Kopfjäger Borneos berühmt und berüchtigt. Sie setzten ihre jungen Krieger aus, damit diese die Welt bereisen sollten und brachten von dieser Reise die Schädel einiger Feinde mit, deren guter Geist ihr Haus beschützen sollte. Für ihre großen Taten werden die Ibankrieger tätowiert.

Kurz nach unserer Ankunft und einer Tasse Tee führte uns Paul ein wenig in das Leben der Iban ein. Das Longhouse besteht eigentlich aus einem Gebäude/einer Hütte mit ca. 20 „Wohnungen“ für die verschiedenen Familien. Paul zeigte uns wie die Iban leben und führte uns sogar in das Zimmer des Häuptlings. Sogar die Schädel einiger Feinde hingen vor den Zimmern. Sehr beeindruckend aber ich war doch ganz froh, dass die Ibans dieser Tradition nun nicht mehr nachgehen.


Nach einer dringend nötigen Dusche mit lauter netten Krabbeltieren hieß es erstmal lecker Essen. Paul hat extra für uns gekocht. Im Longhouse bei den Ibans gab es an dem Abend Affe. Richtig gehört. Leckeren Affen. Am beliebtesten ist das Gehirn … Dankend lehnten ab. Meine Experimentierfreude kennt auch Grenzen. Nach dem Essen wurden wir ins Longhouse eingeladen. Dort wurden als erstes unsere mitgebrachten Geschenke verteilt. Wir grübelten lange was wir denn kaufen sollten. Und entschlossen uns den Frauen Nagellack und Lippenstift mitzubringen. Der absolute Renner. Hier kam die Ähnlichkeit zu den Affen wieder zum Vorschein. Mit gespitzten Lippen saßen sich die Frauen gegenüber und bemalten sich. Zu Paul meinten sie noch, dass sie beim nächsten Mal gerne knallroten Lippenstift hätten!!! Gut, Pink ist eben nicht jedermanns Farbe …

Dann wurde für uns ein Tanz aufgeführt und wir bekamen den lokalen Reiswein Tuak serviert. Den mussten wir mit einem lauten „Uuuuuuuuuu aahhhhhhhh“ Ruf in einem Schluck trinken. Paul war ganz entzückt, dass wir dies ohne Absetzen geschafft haben. ‚Paul … wir wohnen in Singapore und trainieren doch gründlich für solche Aktionen!!!’
Dann bekamen auch wir Kopfschmuck und wurden aufgefordert mitzutanzen. Also wenn ich mir Katja so angeschaut habe, wie sie mit ihren gewohnten Discobewegungen in einem Kreis hinter dem Häuptling hergehüpft ist, muss ich schon sagen, dass ich mich köstlich amüsiert habe.



Leider endete der Abend nicht so wie Paul sich das gewünscht hatte. Wir konnten nur kurz mit dem Häuptling und Medizinmann zusammensitzen. Denn aus dem Nachbardorf kam ein junger Herr schon ziemlich angetrunken zu Besuch vorbei. (an dieser Stelle muss ich mal sagen, dass die Ibans eigentlich jeden Tag und richtig viel trinken) Aber der junge Mann hat es ein wenig übertrieben. Er wollte ständig, dass Katja und ich mehr trinken und hat uns schon ziemlich „angebaggert“ Daheim wartete aber natürlich seine Frau. Paul hatte ein wenig Angst um uns und hat uns nachts auch eingeschlossen.Wir übernachten im traditionell gebauten Gästehaus gleich neben dem Longhouse. Dort hatten wir eine Art „Schlafkoje“, die durch ein Moskitonetz geschützt war. Letztendlich war es ein riesen Raum der durch Holzwände abgetrennt wurde und in den einzelnen „Kojen“ lagen Matratzen. Unglaublich einladend :-) Aber wir sind ja richtige Survivor und haben es gelassen ertragen. Allerdings hatte ich Nachts so meine Probleme. Ich konnte leider nicht so gut schlafen. Ich bin kurz nachdem Einschlafen wieder aufgewacht, weil ich was an meinem Kopf gespürt habe. Ich wusste nicht was es war. Dort gibt es ja alle Arten von Schlangen und Spinnen. Auf jeden Fall hat es sich ab und zu bewegt und sehr komische Geräusche gemacht. Erst habe ich versucht es zu ignorieren und ich wollte gar nicht wissen was es ist. Aber immer, wenn ich mit dem Kopf näher zu Katja gerückt bin, kam ES auch näher. Und genau an meinem Nacken hat es sich immer bewegt. Nach 2 Stunden Bangen hab ich Katja geweckt und gemeint ich kann es nicht mehr aushalten und sie muss mir helfen mit der Taschenlampe rauszufinden, was es ist. Ich hatte solche Angst dann vielleicht zu sehen, dass ich seit 2 Stunden auf ner Schlange lieg. Und was war es? … Ne kleine Katze, die sich an mich rankuscheln wollte. Und ihren Schwanz hat sie schön unter meinem Nacken vergraben. Nachdem ich das rausgefunden hatte und meinem Schlaf eigentlich nichts mehr im Wege lag … musste ich auf Toilette. Oh Nein, und Katja hat sich geweigert mitzukommen. Na gut, tapfer hat sich Nadinchen die Taschenlampe geschnappt und sich auf den Weg gemacht. Glaubt mir, solche Angst hatte ich nicht mal als Kind bei Vampirfilmen als ich aufs Klo gerannt bin und meinen Hals mit einem Schal bedeckt habe. Hier gab es nichts zu bedecken. Krabbeltierchen und Moskitos finden jeden Weg. Aber ich habe versucht mit der Taschenlampe möglichst nicht auf die schwarzen, mit Insekten bedeckten Wände, zu leuchten. Na gut, vielleicht übertreibe ich ein klein wenig …. Aber eh … das war schon ziemlich heftig, wenn man bedenkt, dass ich daheim bei jeder kleinen Spinne nach meinem Papa rufe.

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht und einem stärkenden Frühstück ging es am nächsten Morgen zur Dschungeltour. Paul zeigte uns, wie die Ibans mit Giftpfeilen ihre Beute erlegen. Wir konnten es selbst auch ausprobieren. Natürlich ohne Gift. Und es stelle sich heraus, dass ich ziemlich gut im Zielen auf Papayas bin :-) Paul führte uns durch den Regenwald und zeigte uns welche verschiedenen Pflanzen die Ibans alle nutzen, z.B. als Medizin. Und aus dem Bambus werden z.b. Tassen hergestellt. Es ist schon unglaublich, was die Natur alles zu bieten hat und auf welch verschiedene Weise sie genutzt werden kann. Wir konnten auch sehen wie Fallen für Tiere und Feinde gebaut werden und wie sie funktionieren. Ich sag nur: Aua!!!
So langsam hieß es leider schon den Rückweg antreten. Mit dem Boot wurden wir wieder nach Bandar Sri Aman gefahren und weiter ging es mit dem Auto. In Kuching hatten wir noch einige Zeit bis unser Flieger zurück nach Singapore ging. Paul hat uns das Sarawak Museum gezeigt und ist noch mit uns essen gegangen.
Der Trip war fantastisch und mal was ganz anderes. Paul konnte mich sogar dafür begeistern noch mal in Borneo einen Trip in einen Nationalpark zu machen. Mit wandern …. Und das soll schon was bei mir heißen :-)

Dienstag, 15. Mai 2007

Vietnam - In 10 Tagen von Saigon nach Hanoi

Nun endlich folgt wieder ein Eintrag in meinem Blog. Sorry für die Verspätung, aber 10 Tage Vietnam wollen schon gut nachbearbeitet werden. Meine charmante Reisebegleitung Christoffer hat von jedem Fels, jedem Tier und jedem Haus Bilder gemacht ... naja und wir dürfen seine Selbstportraits nicht vergessen. Das hat mich schon einige Stunden gekostet, allein die Fotos zu sortieren.

1.- 3. Mai – Hồ Chí Minh City
Los ging es am 1 Mai abends von Singapore nach Hồ Chí Minh City.
Hồ Chí Minh City ist mit knapp 6 Millionen Einwohnern die größte Stadt Vietnams und ist noch unter ihrem alten Namen Sàigòn (bis April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam, Südvietnam) bekannt.
Nach unserer Ankunft haben wir uns gleich erstmal auf die Suche nach unserem Hostel begeben. Unser Guesthouse Nga Hoang war in einer kleinen Gasse im Backpackerviertel zu finden. Zunächst ein wenig skeptisch hat sich das Zimmer jedoch als sauber und absolut ausreichend erwiesen. Nach einer erfrischenden Dusche ging’s auch erstmal zum Essen. Hier hat mir Chris eröffnet, dass er jedes einheimische Bier in Vietnam ausprobieren und auf Fotos festhalten will. Na gut, dachte ich mir, so viele wird es ja nun auch nicht geben … Also ich habe jetzt so um die 12 Biersorten gezählt.
Am Mittwoch morgen haben wir uns schon recht früh den Wecker gestellt, um unser Sightseeing-Programm zu starten. Hierbei haben wir uns auch mal wieder voll und ganz auf den Lonely Planet verlassen und die empfohlene Walking Tour gemacht.

Man beachte die Frau auf der Erhöhung!!!

Angefangen beim Markt, über Notre Dame und dem Postamt ging es nach dem leckeren Mittagessen noch zum Kriegsopfermuseum. Das Museum veranschaulicht die Schrecken des Krieges sehr einprägsam und zeigt schonungslos die Gräuel der Kriegshandlungen und die Folgen wie Missgeburten und Umweltzerstörung. Vom Museum aus haben wir uns mit dem Mofa zum Fluss fahren lassen, um uns dort gewaltig über den Tisch ziehen zu lassen. Ein alter Opi wollte uns mit seinem Kollegen mit dem Cyclo (eine Art Fahrrad) durch die Stadt fahren. Da uns die 3 Stunden Tour dann doch zu lange ging, haben wir diese auf 1 ½ verkürzt. Naja außer einem Markt und einem Tempel haben wir dann leider auch so gut wie keine Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekommen und dafür trotzdem 12 USD pro Person bezahlt.
Erschöpft vom Tag haben wir uns abends zu einem leckeren vietnamesischen Straßenrestaurant fahren lassen … wieder mit dem Mofa. Das ist das Beste an Vietnam. An jeder Straßenecke stehen Fahrer die einen für ein Appel und ein Ei durch die Gegend fahren. Und das macht so unglaublich viel Spaß. Überall hupt es und an einer Ampel stehen schon mal bis zu 50 Mofas. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und das Leben in Vietnam selbst wirklich mitzuerleben. In dem kleinen Straßenrestaurant haben wir dann was typisches für Hồ Chí Minh City gegessen … fragt mich aber nicht mehr wie es hieß. Es gab große Salatblätter in die Fleisch, Gemüse etc. eingewickelt wurde … hmm unglaublich lecker. Danach sind wir noch in die Saigon Saigon Bar und haben den Blick über die Stadt genossen. Einen Absacker gab es auch noch in der Bar des Hotel Rex.
3.- 5. Mai – Hội An
Am Donnerstag Mittag ging unser Flug von Hồ Chí Minh City nach Danang. Aufgrund von Militärübungen im Luftraum über Danang wurde erstmal ein paar Runden in der Luft gedreht. Da es in Danang nicht wirklich was zu sehen gibt, haben wir uns direkt mit dem Taxi nach Hội An fahren lasen. Hội An ist eine Küstenstadt am Südchinesischen Meer in Mittelvietnam (Annam) und hat ca. 25.000 Einwohner. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Welt­kulturerbe erklärt, da sie als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem Zeitraum vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gilt, deren Gebäude eine Verschmelzung einheimischer und fremder Einflüsse zeigen. (hab ich glatt mal aus Wikipedia geklaut :-))
Da Hội An lange nicht so groß und wuselig wie Hồ Chí Minh City
ist, haben wir uns entschieden am Freitag ein Mofa auszuleihen und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden und einen Strandtag einzulegen. Da wurde uns ein kleiner Strich durch die Rechnung gemacht. Am Abend unserer Ankunft waren wir noch ganz lecker essen und wurden von einem Kellner angesprochen. Er hat uns angeboten uns am nächsten Tag sein Töpfer- und Fischerdorf zu zeigen. Nach anfänglichen Überlegungen haben wir uns dafür entschieden und unseren Strandtag kurzerhand etwas verkürzt. Morgens wurden wir von Mr. Trung abgeholt und sind ihm mit dem Mofa zu seinem Dorf hinterher gefahren. Dort angekommen hat er uns durch sein Dorf geführt und wir konnten zwei Frauen beim Töpfern beobachten. Doch das ist ja noch nicht alles. Wir durften auch selber ran. Nach dem Töpfern von mehr oder weniger schönen Figuren ging es mit einem kleine Bötchen weiter. Nun wartete das Angeln auf uns. Na super, Didi und Angeln. Das konnte ja ein wahnsinnig aufregender Vormittag werden. Aber es war klasse. Allein schon die tolle Natur … Ausgerüstet mit unserem sexy Sonnenhut und einer Bambusangel ging es an den See. Schon nach kurzer Zeit hat Chris einen kleinen Fisch an Land gezogen. Als er noch einiger Zeit auch nen zweiten gefangen hat, wurde ich nun doch schon ein wenig stinkig. Ich will auch!!!!!!!!! Und schwups … da hatte ich ihn an der Angel. Ich kann euch sagen: Ein riesen Brocken. Bestimmt nen halben Meter groß. Und den haben wir dann in der Pfanne gebraten … Na gut, er war so klein, dass es sich nicht mal gelohnt hätte dafür Feuer zu machen :-) Aber ich habe einen gefangen! Es kommt ja bekannterweise nicht auf die Größe drauf an.
Nach gut 2 Stunden und einem schönen Top-Abdruck am Rücken von der Sonne ging es zu Mr. Trung nach Hause. Dort wartete schon ein leckerer frisch gepresster Saft auf uns. Seine Frau hat auch lecker für uns gekocht. Frühlingsrollen und Fisch in Bananenblatt mit Lemongras. Hmm, unglaublich lecker. Und als Nachtisch gab es noch frisches Obst. Seine beiden Kinder waren auch unglaublich süß und zum Schluss wurden noch „Familienfotos“ gemacht.
Der Ausflug war absolut gelungen und man konnte einen Einblick in das tägliche Leben der Menschen gewinnen.
Am Nachmittag haben wir uns dann doch noch 2 Stündchen an den Strand gelegt und sind noch mit dem Mofa durch die Gegend gedüst. Ein absolut genialer und relaxter Tag …

5. - 6. Mai – Huế
Sonntag hieß es wieder früh aufstehen und mit dem Bus nach Huế zu fahren.
Huế ist eine Stadt in Mittelvietnam mit ca. 200.000 Einwohnern und war von 1802 bis 1945 Hauptstadt Vietnams und liegt die Stadt an der Grenze zwischen Nord-und Südvietnam nördlich der Stadt. Die sogenannte Entmilitarisierte Zone erlebte die schwersten Kämpfe während des Vietnamkrieges.
Am Sonntag haben wir uns die Zitadelle mit ihren verschiedenen Tempeln angeschaut und waren danach wie immer wieder lecker essen. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass das Essen in Vietnam fantastisch ist. Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern auch gar nicht scharf.
Am Sonntag hat es morgen schon die ganze Zeit geregnet und ich hatte nicht wirklich Lust mir noch irgendeinen Tempel anzuschauen. Aber Chris hat mich dann doch dazu überredet zu den alten Grabanlagen zu fahren. Also ging es mit dem Mofa wieder los. Mann, das macht so viel Spaß :-) Die erste Grabanlage von Tự Đức war schon sehr klasse. Wie man sich das früher eben so in Vietnam vorgestellt hat ... Eine sehr große Anlage mit einem See und viel grün … toll. Man hatte das Gefühl in die Vergangenheit zurück versetzt zu werden.
Die zweite Anlage (leider weiß ich den Namen nicht mehr) war auch sehr schön … allerdings jünger und mit mehr westlichen Einflüssen. Es ähnelte schon mehr einer Art Schloß. Aber gerade die Verzierungen waren sehr schön und eben alles gut erhalten.
Um nun von Huế nach Hanoi zu kommen, haben wir uns entschieden, den Nachtzug zu nehmen … welch Erlebnis. Das fing schon am Bahnhof an. Wieso sollte man auch zu Hause Wäsche waschen, wenn man das im Waschbecken der Bahnhoftoilette auch tun kann. Also echt? Dass ich da nicht selbst schon mal drauf gekommen bin …
In einem Vierer Schlafabteil hieß es 13 Stunden Zugfahrt zu überstehen. Am Anfang war es noch sehr spannend. Es gab sogar Essen umsonst … hier haben wir uns jedoch nur für trockenen Reis entschieden :-) Alles andere sah ein wenig … naja wie soll ich sagen … undefinierbar aus … und das war mir bei der Zugfahrt ein wenig zu riskant.
Nach einigen Stunden tat mir jedoch schon alles weh (was vielleicht auch auf meinen Arschkaltscher die Treppe runter in der Tempelanlage zurückzuführen ist) Auf jeden Fall war die Zugfahrt Horror. Die Matratzen waren zu klein, es war zu kalt und einer unser „Mitfahrer“ hat geschnarcht! Oh Oh, Chris tat mir an dem Tag echt leid. Mir ging’s nicht so wirklich gut und ich war ein wenig muffelig. Aber nur ein wenig … :-)

6. Mai – Hanoi
In Hanoi (Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam mit 3. Millionen Einwohnern) angekommen hieß es erstmal ein Hotel finden. Die vielen Männer, die uns an der Straße angequatscht haben und uns ihr Hostel andrehen wollten, haben schon echt genervt. Dann sind wir aber doch mit einem mitgegangen. Ins Venus Hotel. An sich war es sauber und gut, aber das Personal war sehr unfreundlich und so haben wir auch nur eine Nacht dort verbracht.
An dem Tag haben wir die eine Hälfte der Walking Tour gemacht. … einen Markt, eine Kirche, die Oper, hmm, was war da noch alles?
Abends sind wir erst am
Hoan Kiem-See spazieren und danach ins Wasserpuppentheater gegangen. In einem Wasserbecken, welches den Dorfteich oder einen See symbolisiert, stehen hinter einem Vorhang die Akteure, die die auf 3 bis 4 m langen Stangen montierten Wasserpuppen handhaben. Und alles war mit typisch vietnamesischer Musik hinterlegt. Wirklich sehr schön. Nach der Vorstellung gab es natürlich wie jeden Abend wieder ein leckeres Essen.

7.- 8. Mai – Halong Bay Boat Trip
Am Dienstag hieß es so wie eigentlich jeden Tag früh aufstehen und bereit machen für die nächsten aufregenden Erlebnisse. Diesmal war eine 2 tägige Halong Bay Tour geplant. Die Halong-Bucht („Bucht des untertauchenden Drachen“) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin, im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch, aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe (Wikipedia lässt grüßen :-) ) Wir sind gegen Mittag in der Bucht angekommen und dann mit dem Boot raus gefahren. Insgesamt waren wir 12 Personen auf dem Boot und hatten kleine Kabinen, da wir eine Nacht auch da verbracht haben. Nach einer kurzen Fahrt haben wir uns eine Höhle angeschaut und sind danach noch Kajak gefahren. Eigentlich war mein Plan ja hinten zu sitzen und Chris alleine paddeln zu lassen. Aber leider musste ich vorn sitzen und wurde genau beobachtet :-) Es hat aber sehr viel Spaß gemacht. Danach konnten wir noch ein wenig im Wasser plantschen und die tolle Natur bewundern.
Am nächsten morgen hieß es auf einen Berg klettern. Oh ja, ich musste mich schon wieder sportlich betätigen. Also so langsam hat das auch echt über Hand genommen…Von oben aus hatte man einen tollen Blick auf das Wasser und die herausragenden Felsen. Bevor es leider schon wieder hieß zum Anlegeplatz zurück zu kehren, konnten wir uns noch mal im Wasser abkühlen und ein wenig an Deck sonnen.
9. Mai - 10. Mai – Hanoi
Nun heißt es schon wieder langsam Abschied nehmen. Dies war der letzte Abend (Mittwoch) in Hanoi. Und wie immer haben wir diesen mit einem schönen Essen abgerundet.

Da unser Flieger erst am Donnerstag abend zurück ging, haben wir vormittags noch ein wenig nutzen wollen. Was eigentlich ein „Must“ in Hanoi ist, ist das Hồ Chí Minh Mausoleum in welchem sein einbalsamierter Leichnam ruht. Das Mausoleum steht in der Nähe des Platzes, an dem Hồ Chí Minh am 2. September 1945 die Unabhängigkeitserklärung öffentlich verlas.
Für das Hồ Chí Minh Mausoleum sollte man jedoch genügend Zeit einplanen. Es ist nur bestimmte Tage geöffnet und dies auch nur für einige Stunden. Mehrere Monate im Jahr ist es komplett geschlossen, da sein Leichnam zu der Zeit restauriert wird. Im Mausoleum muss man am Eingang Kamera etc. abgeben, sollte lange Kleidung tragen und darf weder reden, noch lachen. Man steht also knapp 1 Stunde an, um dann hintereinander in einer Reihe in einen Raum zu gehen, in dem der Leichnam liegt. Man darf aber nicht stehen bleiben oder zu lang hinschauen. Dann wird man von den Sicherheitsbeamten verwarnt. Und nach einer Minute ist dann auch schon wieder alles vorbei :-)

So wie leider auch unser Vietnam Urlaub. Nach einer letzten Dusche und Essen mussten wir schon wieder zum Flughafen. Wobei wir uns auch schon beide wieder auf unsere neue Wahlheimat Singapore gefreut haben. Kein Dreck, Kein Gehupe, alles geordnet …

Aber Vietnam ist ein wunderschönes und aufregendes Land. Es gibt so vieles zu sehen und entdecken, … und die Menschen sind alle sehr freundlich. Der Trip war absolut klasse und ich kann Vietnam nur weiter empfehlen.